Jüngste Fortschritte bei der Entwicklung von AMT-061 (Etranacogen Dezaparvovec) bei Personen mit schwerer oder mittelschwerer Hämophilie B.

Jüngste Fortschritte bei der Entwicklung von AMT-061 (Etranacogen Dezaparvovec) bei Personen mit schwerer oder mittelschwerer Hämophilie B.
Highlights vom WFH Virtual Summit 2020

Jüngste Fortschritte bei der Entwicklung von AMT-061 (Etranacogen Dezaparvovec) bei Personen mit schwerer oder mittelschwerer Hämophilie B.

Steven W. Rohr,1 Wolfgang Miesbach,2 Annette von Drygalski,3 Adam Giermasz,4 Karina Meier,5 Michael Coppens,6 Peter Kammann,7 Robert Klamroth,8 Roger Schüttens,9 Nigel S. Schlüssel,10 Susan Lattimore,11 Michael Recht,12 Esteban Gomez,13 Giancarlo Castaman,14 Eileen K. Sawyer,12 Robert Gut,12 Frank WG Leebeek15

1Universität von Michigan, Ann Arbor, USA

2Universitätsklinikum Frankfurt, Frankfurt

3Universität von Kalifornien San Diego, San Diego, USA

4Universität von Kalifornien Davis, Sacramento, USA

5Universitätsklinikum Groningen, Groningen, Niederlande

6Akademisches Medizinisches Zentrum, Amsterdam, Niederlande

7Rigshospitalet, Kopenhagen, Dänemark

8Vivantes Klinikum, Berlin, Deutschland

9Universitätsklinikum, Utrecht, Niederlande

10Universität von North Carolina, Chapel Hill, USA

11Oregon Health & Science University, Portland, USA

12uniQure biopharma BV, Lexington, MA, USA

13Phoenix Kinderkrankenhaus, Phoenix USA

14Azienda Ospedaliera Universitaria Careggi, Florenz, Italien

15Medizinisches Zentrum der Erasmus-Universität, Rotterdam, Niederlande

Wichtige Datenpunkte

Dieses Diagramm fasst das Design für Studien zusammen, die sowohl AMT-060 als auch AMT-061 (Etranacogen Dezaparvovec) testen. Beide Studien schlossen Männer mit Hämophilie B und FIX-Werten von ≤ 2 % ein. Der klinische Schweregrad basierte auf FIX-Prophylaxe oder ≥ 4 Blutungen/Jahr oder hämophiler Arthropathie. Obwohl das Vorhandensein von AAV5-NAbs ein Ausschlusskriterium für AMT-060-Studien war, wurde festgestellt, dass 3 Teilnehmer in der Niedrigdosis-Kohorte vor Beginn der Dosierung nachweisbare Titer hatten, ohne Auswirkungen auf die Sicherheit oder Wirksamkeit. Folglich war das Vorhandensein von AAV5-NAbs kein Ausschlusskriterium für AMT-061-Studien. AMT-060 wurde mit 2 Dosen getestet und AMT-061 wurde mit der höheren der 2 Dosen getestet.

Patienten in den Niedrigdosis- und Hochdosis-Kohorten zeigten dosisabhängige, anhaltende Steigerungen der FIX-Expression für bis zu 4 Jahre, mit einem Mittelwert von 5 % in der Niedrigdosisgruppe und 7.5 % in der Hochdosisgruppe. Die Patienten zeigten auch eine anhaltende Verringerung der FIX-Nutzung. Von den 9 Teilnehmern, die zu Beginn der Studie eine FIX-Prophylaxe anwendeten, waren 8 bei der letzten Nachuntersuchung ohne FIX-Prophylaxe.

Patienten, die mit einer einzigen Infusion von AMT-061 behandelt wurden, zeigten einen anhaltenden Anstieg der FIX-Aktivität über einen Zeitraum von bis zu 52 Wochen. Das mittlere FIX-Aktivitätsniveau für die 3 Teilnehmer nach 1 Jahr Nachbeobachtung lag im funktionell kurativen Bereich von 41 %. Alle 3 Teilnehmer haben auch eine Verringerung der FIX-Nutzung festgestellt und die routinemäßige Anwendung der Prophylaxe eingestellt.

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